[F1] HG-Frauen bestehen Test gegen den TSV Bönnigheim

Bönnigheim: Der zweite Tabellenplatz ist fix! Mit dem 25:28-Auswärtssieg gegen den TSV Bönnigheim am vergangenen Sonntag besiegeln die Frauen I der HG Steinheim-Kleinbottwar die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga. Das klingt aufregender als es ist, denn Konsequenzen hat die Platzierung keine, ein bisschen freuen kann man sich ja trotzdem. Und dabei den kleinen Einbruch in der zweiten Halbzeit verdrängen.

Kreuz und quer im Bezirk verteilt, schnürten die HG-Frauen I am Sonntag die Handballschuhe. Während Yvette Leißa mit der A-Jugend in Hemmingen herumstrolchte, unterstützten Miriana Attaguile und Annika Roth gemeinsam mit der seit dieser Woche wieder im HG-Trikot auflaufenden Janika Sturm die zweite Frauenmannschaft im Derby gegen den SKV Oberstenfeld. Danach eilten sie als Back-up nach Bönnigheim. Denn weil Fabienne Zuddas und Melina Sturm krankheitsbedingt ausfielen, sah es personaltechnisch etwas mau aus. Umso erfreulicher, dass die enge Partie zu Steinheims Gunsten ausfiel.
Den ersten Treffer verbuchte die hervorragend freigespielte Nicole Hegendorf von rechts außen. Toll! Irgendwann klappt jeder Spielzug mal, wie er soll. Und wenn es achtzehn Spiele dauert. Man muss nur Geduld haben. Auch ansonsten lief es in der ersten Halbzeit ganz gut. Wenn schnell aus der Abwehr nach vorn gespielt wurde, zappelte das Netz fast immer. Wo wir gerade über die Abwehr sprechen: Die war über sechzig Minuten hinweg das große Problem. Immer wieder trafen die Gastgeberinnen aus zweiter Reihe, immer wieder spielten sie den Kreis frei. Die HG wäre halt nicht die HG, wenn sie den gleichen Fehler zweimal machen würde, sondern gleich vier oder fünfmal, um ganz sicher zu gehen. Stets aus derselben Auftakthandlung heraus wurde die junge Lea Meic in Position gebracht und verbuchte den Großteil ihrer insgesamt sieben Treffer aus dem Rückraum (auch der freundliche Hinweis von Coach Zieker in der Halbzeit, dass es sich bei ihr übrigens um eine Linkshänderin handle, half leider nichts). Infolgedessen konnte sich die in den ersten siebenundzwanzig Spielminuten permanent führende HG nie absetzen, und kassierte kurz vor der Pause doch noch den Ausgleichstreffer. Ein mutiger Wurf von Ruby Fröhlich sicherte die Halbzeitführung von 13:14.
Nach dem Seitenwechsel verlor die bisher mittelwertige Partie deutlich an Qualität. Beide Teams leisteten sich ein Fehlerfestival sondergleichen. Dafür liefen die Torhüterinnen zu Höchstformen auf. Nicole Arndt verhinderte zwischen Spielminute 30 und 50 diverse Male den Führungsverlust, denn wie bereits gesagt war Abwehrspielen heute nicht die Sache der Bottwartälerinnen. Zusätzlich verschlechterte sich in dieser Phase die Chancenauswertung dramatisch. Trotzdem war die HG stets vorn, wenn auch nur eine Nasenlänge. Richtig brenzlig wurde es nochmal in der 52. Spielminute. Beim Spielstand von 19:21 wurde Nicole Hegendorf von Schiedsrichter Konrad mit zweimal zwei Minuten auf die Bank verwiesen. Paradoxerweise stabilisierte sich in dieser vierminütigen Unterzahl das Steinheimer Spiel. Man bestand den Test, und erhöhte in der 56. Spielminute, gerade wieder vollzählig, auf 22:25, indem Ruby Fröhlich eindrucksvoll bewies, dass man durchaus auch als Rechtshänderin aus dem ganz, ganz rechten Rückraum treffen kann. Zwar kämpfte der TSV bis zum Schluss, doch den Sieg ließ sich die HG nicht mehr nehmen.  
Somit kann beim letzten Samstagsspieltag kommende Woche völlig befreit aufgespielt werden. Auch gegen den TV Aldingen gibt es noch etwas gutzumachen. Ob das gelingt, zeigt sich ab 18:00 Uhr in der Bottwartalhalle.

Für die HG spielten: Arndt und Goebel im Tor – Bernhardt (2), Fröhlich (4), Hegendorf (1), Kachelmuß (2), Nandelstaedt (4), Roth (2), Sautter (1), Scholl (6), Ziegler (6/2)

 

 

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